Podiumsdiskussion und Schülerworkshop in Potsdam

Die Stiftung Garnisonkirche Potsdam und die Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche e.V. führen in Kooperation mit Stiftung und Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V. vom 30.06. bis 04.07.2014 Projekttage für Schülerinnen und Schüler des ev. Gymnasiums Hermannswerder mit dem Thema: „Widerstand – Recht oder Pflicht?" sowie Vorträge am 02.07. und 03.07.2014, jeweils um 19:00 Uhr, durch.
Matthias Platzeck, Oberst Prof. Dr. Matthias Rogg

Auftakt war am 30.06.2014 in der Kapelle der Garnisonkirche ein öffentlicher Diskussionsabend zum Thema:

„Wie viel Gehorsam schulden wir dem Staat? Widerstand – Recht oder Pflicht in der Demokratie?"

mit Matthias Platzeck, Oberst Prof. Dr. Matthias Rogg, Nikolaus Blome, Elisabeth Ruge und zwei Schülerinnen des Evangelischen Gymnasiums Hermannswerder.
Moderation: Dr. Ursula Weidenfeld.

Details entnehmen Sie bitte der |Pressemitteilung| oder der Website |Garnisonkirche Potsdam|

XXVII. Königswinterer Tagung

Es hat viele missglückte Attentatsversuchen auf den "Führer" Adolf Hitler gegeben. Das entscheidende, wenn auch wiederum missglückte, Attentat wurde am 20. Juli 1944 von Oberst i. G. Claus Schenk Graf von Stauffenberg im „Führerhauptquartier“ Wolfsschanze nahe Rastenburg (Ostpreussen) durchgeführt. Dieser militärische Widerstand gegen das Regime jährt sich nun zum 70. Mal und hat der gesamten Widerstandsbewegung, auch der nicht-militärischen, einen Namen gegeben.

Auditorium

Vom 21. bis 23. Februar 2014 führte die Forschungsgemeinschaft 20 Juli 1944 e.V. in Kooperation mit der Jakob-Kaiser Stiftung ihre XXVII. Königswinterer Tagung durch.

Da das traditionelle Adam-Stegerwald-Haus in Königswinter als Tagungshaus leider für immer seine Pforten geschlossen hat, wurde die Tagung im Christlichen Jugenddorf in Bonn durchgeführt.

Die Tagung stand unter dem Leitthema:

 "Das Vermächtnis ist noch in Wirksamkeit, die Verpflichtung noch nicht eingelöst." - Der Widerstand gegen das ‚Dritte Reich‘ in Öffentlichkeit und Forschung seit 1945

und bezog sich damit auf ein Zitat des damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss, der anlässlich des zehnten Jahrestags des Attentatsversuches vom 20. Juli 1944 (also am 20. Juli 1954) die deutsche Öffentlichkeit in seiner Gedenkrede wachrütteln wollte. Der Widerstand wurde zu dieser Zeit in großen Teilen der Bevölkerung noch als Hoch- und Landesverrat diffamiert, viele ehemalige Widerständler oder ihre Witwen und Waisen mussten um Renten oder Pensionen kämpfen und waren in der Nachkriegszeit vorerst mittellos. Wie der Tagungsverlauf zeigte, kursierten Mythen, Unwissenheit und Vorurteile – der Kampf gegen die nationalsozialistische Diktatur war noch nicht einmal in seinem ganzen Umfang bekannt.

Hier der Tagungsverlauf

Der 20. Juli 2013 in Berlin

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Die Begrüßung und Einführung in den ökumenischen Gottesdienst am Morgen des 20. Juli in der Hinrichtungsstätte Plötzensee sprach Superintendent Carsten Bolz.  Pater Dr. Karl Meyer OP hielt nach 30-jähriger Zusammenarbeit seine letzte Predigt im gemeinsamen Gottedienst von Plötzensee.

Die Kranzniederlegung am 69. Jahrestag des 20. Juli 1944 im Ehrenhof des Bendlerblocks zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus erfolgte durch die Bundesministerin Frau Prof. Dr. Johanna Wanka in Begleitung des Generalinspekteurs der Bundeswehr, General Volker Wieker. Axel Smend, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung 20. Juli 1944, sprach das Totengedenken.

 



bohrer 2013Frau Prof. Dr. Johanna Wanka begrüßte zur Feier in der Gedenkstätte Plötzensee namens der Bundesregierung, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, sprach das Grußwort des Landes Berlin. Die Gedenkrede hielt Prof. Dr. Karl Heinz Bohrer.

Am Abend legten Rekruten der Bundeswehr vor dem Reichstag das am 20. Juli inzwischen schon traditionelle feierliche Gelöbnis ab.

XXVI. Königswinterer Tagung

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Die diesjährige Tagung fand vom 22.02. bis 24.02.2013 im Adam-Stegerwald-Haus in Königswinter in Kooperation mit der Jacob-Kaiser-Stiftung statt. Das Thema im Jubiläumsjahr drehte sich wieder ganz um den Deutschen Widerstand, nachdem wir uns in den letzten Jahren der Institutionengeschichte bzw. dem Aufbau und der Organisation des "Dritten Reichs" gewidmet hatten.

Aufhänger für die Präsentation neuer Forschungs-ergebnisse ist ein Zitat von Alfred Delp:

 „‘Weder überflüssig noch unterlegen.’ - Neue Forschungen zum ‘Dritten Reich’“

Tagungsverlauf

Workshop der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944

jws12-10In Kooperation mit der Jacob-Kaiser-Stiftung e.V. fand der Workshop für Studenten, Young Professionals, wissenschaftliche Mitarbeiter und Nachwuchskräfte sowie Freunde und Angehörige der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V. im Adam-Stegerwald-Haus in Königswinter vom 23.11. bis 25.11.2012 statt.

Thema: „Weder überflüssig noch unterlegen" -  Widerstand im "Dritte Reich“.

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