Aktuelle Informationen der Forschungsgemeinschaft
XXV. Königswinterer Tagung
vom 24. bis 26. Februar 2012
Gemeinsam mit der Stiftung 20. Juli 1944, Berlin, mit dem Thema :
Die Ämter und ihre Vergangenheit im „Dritten Reich".„Horte des Widerstands'" oder „verbrecherische Organisationen"?
Die jüngst erschienene und stark umstrittene Studie zur Geschichte des Auswärtigen Amts im „Dritten Reich" und in der Nachkriegszeit wird zum Anlass genommen, einmal in differenzierter Form der Frage nachzugehen, wie sich denn eigentlich Ministerien, Behörden und Institutionen auf Reichs- und Landesebene im Verlauf des „Dritten Reiches" verhalten haben.Verfügen Behörden über besondere Beharrungskräfte? Können Institutionen als solche überhaupt Widerstand leisten? Wie groß ist der Handlungsspielraum einzelner Akteure an der Spitze oder im Apparat? Können Verwaltungsangestellte Revolutionäre sein? Haben die Behörden nach 1945 ihre „Hausaufgaben" gemacht?
Paris-Reise vom 18. bis 20.11.2011Gemeinsame Reise der Stiftung 20. Juli 1944 und der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V.
Am Vorabend des Beginns des offiziellen Programms wurde den zwanzig aus Deutschland angereisten Teilnehmern zur Einstimmung der Film von Chronos Media „Der 20. Juli 1944 in Paris“ gezeigt. Der erste Teil des offiziellen Programms bestand dann am 19.11. in einer Führung durch das Museum Jean Moulin durch die leitende Direktorin, Madame Levisse-Touzé. Darauf folgte eine Begegnung im „Blauen Salon“ des Hotel Raphael an der Avenue Kléber mit Madame Tellier, Presidente der Association des Mémoires du Mont Valerién und Herrn B. Mayer als Beauftragter für die internationalen Verbindungen der Association. Gemeinsam ging man anschließend zur Teilnahme an der Zeremonie „Réanimation de la Flamme“ unter dem Arc de Triomphe, Place de l’Etoile. Dort wartete Kapitänleutnant A. Faber auf die Delegation. Es erfolgte eine kurze Einweisung in den offiziellen Ablauf der Zeremonie und der Kranzniederlegung durch die deutsche Delegation und durch andere Verbände. Madame Tellier und Harald von Linstow legten gemeinsam einen deutsch-französischen Kranz anlässlich der Zeremonie der "Ewigen Flamme der Erinnerung" nieder.
8. Jugendworkshop vom 11.-13.11.2011 in KönigswinterThema: „Die Ämter und ihre Vergangenheit im ‚Dritten Reich‘: ‚Horte des Widerstands‘ oder ‚verbrecherische Organisationen‘?“11.11.11 - Königswinter bei Bonn am Rhein Zwanzig sehr gut gelaunte junge Menschen im besten Alter, - und trotzdem werden keine Karnevalslieder gesungen. Vielmehr treffen sich hier zum nun bereits achten Mal interessierte Studenten, "Young-Professionals" und/ oder Nachkommen aus der Enkel- und Urenkelgeneration des deutschen Widerstands im Adam-Stegerwald Haus, um in Gruppenarbeit über den bis heute problematischen Umgang mit der nationalsozialis-tischen "Vergangenheit" in Bundeswehr, Auswärtigem Amt und evangelischer sowie katholischer Kirche zu diskutieren:
Goerdelers EhreFrankfurter Allgemeine Zeitung, 12.11.2011, Nr. 264, S. 33 Peter Hoffmann rehabilitiert den Widerständler LONDON, 11. November
Wenn ein gestandener Historiker und Kenner der deutschen Widerstandsbewegung wie Peter Hoffmann von der McGill University in Montreal ein Buch schreibt über eine derart heikle Frage wie Carl Friedrich Goerdelers Einstellung zur "Judenfrage", würde man meinen, dass dies in Deutschland auf lebhaftes Echo träfe. Umso mehr, als es um den führenden Kopf der bürgerlichen Opposition eine lange Kontroverse gab. In seiner umstrittenen Denkschrift "Das Ziel" hatte Goerdeler Vorstellungen über eine gesetzliche Regelung der "Judenfrage" formuliert, die ihm sogar den Vorwurf des Antisemitismus einbrachten - von Historikern wie Christof Dipper und Hans Mommsen.
Konrad Adenauer StiftungWas bedeutet uns der 20. Juli 1944? Handreichung zur Politischen Bildung - Band 5Melanie Piepenschneider, Klaus Jochen Arnold, Ulrich Bongertmann, Friedrich von Jagow, Hans-Gert Pöttering, Joachim Scholtyseck, Robert von Steinau-Steinrück, Johannes Tuchel, Christian Wulff, Handreichungen zur Politischen Bildung, Sankt Augustin, 23. März 2011 Herausgeber: Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., ISBN 978-3-941904-96-5 Was können wir heute von den Männer und Frauen des 20. Juli 1944 lernen? Welche Kraft kann ihr Vorbild für uns entwickeln? Gegen die Mehrheit stehen, Zivilcourage zeigen, Hinschauen. Das wird immer wieder angemahnt, in Schulen und Medien, von Politikern, Zeitzeugen und Experten. Aber um die Angst in extremen Situationen zu überwinden, brauchen Menschen Vorbilder und Werte, an denen sie sich aus Überzeugung orientieren und für die sie eintreten. Dafür liefert uns das Denken und Handeln der Männer und Frauen des 20. Juli 1944 wesentliche Anregungen. Lesen Sie mehr: Was bedeutet uns der 20. Juli 1944? |



Der Ausbau der Kontakte zu der Association des Mémoires du Mont Valérien stand im Mittelpunkt der Begegnungsreise vom 18. bis 20.11. in Paris. Die Association hatte ihrerseits die Stiftung 20. Juli 1944 anlässlich der Gedenkfeierlichkeiten am 20. Juli 2011 in Berlin besucht.
